Liebe Weintrinker, nun kommt es auf uns alle an!

Den Winzern in der Steiermark und im Burgenland in Österreich sind kürzlich die Reben reihenweise erfroren. Manche werden in diesem Jahr gar nichts ernten. Deshalb sollten wir ein bisschen was tun: nämlich mehr österreichischen Wein trinken, damit die Winzer wenigstens mit Jahrgängen die bereits in der Flasche sind, noch etwas Geld verdienen.

Ich tue das mit einem Sauvignon Blanc von Erzherzog Johann. Das ist kein adliger Winzer sondern eine große Erzeugergemeinschaft von 250 steirischen Traubenproduzenten. Ich habe also einen so genannten Massenwein im Glas. Einen, der nicht nur im Weinberg entstanden, sondern der auch im Keller sicher das eine oder andere mitgemacht hat, umgewisse Vorgaben zu erfüllen. Das muss nicht unbedingt schlecht sein. An der Qualität dieser Weine ist heutzutage meist nicht mehr viel auszusetzen. In Ordnung sind sie fast alle, nur nicht individuell – und richtig große Weine entstehen so auch nicht.

Die Frage ist, ob es trotzdem Spaß machen kann. Dazu muss ich sagen, dass dieser Sauvignon Blanc schon einen Zehner kostet, also keiner der 2,99 Billigmassenweine vom Discounter ist.

Und ganz ehrlich: Ich mag den Tropfen. Das ist kein großer Wein, aber er macht mir ziemlich viel Vergnügen. Er schmeckt völlig unaufgeregt nach den typischen Aromen des Sauvignon Blanc: Stachelbeere, Zitrus, etwas grüne Paprika. Dabei hat er nur 11,5 Umdrehungen, da tut auch ein zweites und selbst ein drittes Glas nicht weh.

Wie gesagt, spektakulär ist das nicht. Aber ein sehr schöner Wein für heiße Tage und man hilft mit dem Kauf den steirischen Winzern vielleicht ein klitzekleines bisschen über kommende schwere Zeiten hinweg.

 

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Die Kellerei: Erzherzog Johann

Written by web222

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