Über Andi Weigands Weine kann ich nicht objektiv schreiben. Ich bin ihnen verfallen, seit ich das erste Mal seinen Top-Silvaner im Glas hatte. Alte Reben, top Lage, ein Jahr in Fässern aus fränkischer Eiche. Der Wein hatte so eine unglaubliche Dichte und Cremigkeit, dazu war er frisch und verspielt…ich war begeistert.

Seitdem haben Andi und ich sporadisch über Facebook Kontakt. Netter Kerl. Ich hoffe, dass ich es schaffe, ihn in den nächsten Monaten in Iphofen in Franken zu besuchen. Dort bearbeitet der 24 Jahre alte Winzer zusammen mit seinem Vater ein paar Hektar.

Nun habe ich vor einigen Tagen eine Flasche seines Spätburgunder „Der Held“ aus dem Jahr 2013 bekommen, der einzige Wein von ihm, den ich bislang noch nicht im Glas hatte. Andi lässt ihn spontan auf der Maische vergären und danach zwei Jahre in Barriques reifen. Dann füllt er ihn unfiltriert ab.

Wie gesagt, objektiv bin ich nicht. Ich mag den Winzer, ich mag seine Weine und ich mag Franken. Ich will, dass dieser Wein mir schmeckt.

Und wie er das tut!

Wunderschöne Kirschfrucht, sehr präzise, sehr klar am Gaumen. Die Holznoten sind wundervoll dezent eingewoben. Sie erschlagen den Wein nicht, sie ergänzen ihn, geben ihm Struktur und trotzdem lässt „Der Held“ der Eleganz den Vortritt vor der Opulenz. Ich habe schon eine ganze Weile keinen Spätburgunder mehr getrunken, bei dem das dem Winzer so gut gelungen ist.

Gratulation, Andi!

 

Der Held

Das ist das Weingut: Weingut Weigand

Das ist der Wein: Der Held – Spätburgunder – 2013

Gekauft habe ich ihn nicht, er war Teil eines Musterpakets.

 

 

Written by web222

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