Es war ein ganz besonderer Abend mit fast 30 Gästen. Zu einem viergängigen Menü öffneten Kollegen und ich nur Weine aus zwei Rebsorten: Merlot und Cabernet Sauvignon. Das besondere war, dass wir ein paar Wochen zuvor erst die Weine probierten, und danach gemeinsam mit dem Koch Olivier das Menü entwarfen.

Ich führte mit ein paar Erklärungen und Anekdoten die Gäste durch den Abend. Am Ende waren alle, ich eingeschlossen, begeistert von den Wein-Speisen-Kombinationen. Es ging los mit einem Fischfilet im Speckmantel und cremiger Roter Beete. Dazu servierten wir einen Merlot (Ca’ de Rocchi) und einen Cabernet Sauvignon (Domaine Le Farlet) mit ungewöhnlich wenig Tannin – denn genau das beißt sich mit dem Eiweiß im Fisch. Besonders der Merlot aus dem Veneto, weich, rund, ein halbes Jahr im großen Holz gereift, gefiel.

Dann folgten quasi als Zwischengang zwei Weine ohne Essen. Ich schenkte diesmal zwei Cabernets aus, um den Einfluss des Terroirs zu erklären. Einer kam aus dem Trentino (Endrizzi) und einer aus Sizilien (Maggiovino). Der nördliche Wein gefiel wegen seiner kühlen Frucht, an seinem Verwandten aus Sizilien gefiel den Gästen seine Üppigkeit, sein runder und voller Körper.

Dann ein Klassiker: Bordeaux und dazu ein Rindersteal mit Kartoffelgratin und Sauce Bordelaise. Da kann man nix falsch machen.

Schließlich der Ungewöhnlichste Wein zum Schluss: Ein Merlot (Loacker) kombiniert mit Tomme de Savoie, Kirschragout und Quittengelée mit Orangenzesten. Die Aromen dieses Weins sind nicht jedermanns Sache: Kirsche, Johannisbeere, Rauch, Leder, Kräuter…sehr anspruchsvoll, aber perfekt in der Kombination mit Koch Oliviers Kreation.

Ein sehr schöner Abend war’s für alle. Was am Ende am meisten noch getrunken und gekauft wurde? Der Merlot von Ca’ de Rocchi, der Cabernet von Maggiovini und der von Endrizzi.

M&CS

Der Abend fand hier statt, dort gibt’s auch die ganzen Weine.

Written by web222

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